Munition für Kommentare (Artikel in der ReiZ vom 6.5.09)

Munition für Kommentare (Artikel in der ReiZ vom 6.5.09)

Und ich hoffte schon, dass mit der Aufschaltung der Pro-Taunerhaus Webseite die Argumentation nur noch auf der sachlichen Ebene weitergeführt wird. Aber eben, “hoffte” …

Die letzten Artikel bzw. Kommentar und Leserbriefe in der Reinacher Zeitung sprechen eine andere Sprache. Da wird wieder kräftig aufeinander “eingehauen”.

Auffällig ist in letzter Zeit, dass die “Pros” stärker in den verschiedenen Medien vertreten sind, eine eigene  Homepage schalteten und zu Aktionen eingeladen haben. Ein erster guter Ansatz für eine sachliche Argumentation – auch wenn die Informationen vermutlich noch etwas schöngefärbt und gefiltert wurden. Trotzdem gut.

Derweil die “Kontras” mit medialer Abwesenheit glänzen oder  sich mit teilweise angriffigen Kommentaren bemerkbar machen. Was kommt da noch?

Der Herr Vasella von der Reinacher Zeitung hat mit seinem Artikel sicherlich dazu beigetragen und Reaktionen provoziert. Für meinen Geschmack ist dieser Beitrag schon ziemlich ‘boulevardmässig’ aufgezogen. Doch so unrecht hat er trotzdem nicht.

Stellt sich jetzt nur noch die Frage, ob der Atem der “Pros” auch bis im Juni hält und die Präsenz aufrecht erhalten werden kann. Es wird sich zudem zeigen, wie stark die anfängliche Polemik der “Kontras” die Meinung innerhalb des Stimmvolkes beeinflusst hat, sowie wann und wie sie auf die Bühne zurückkehren. Man darf gespannt sein.

Meiner Meinung nach haben derzeit – zumindest vom Auftritt her – die “Pros” die Nase vorne.

Einige aktuelle Links zum Thema Taunerhaus:

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4 Responses to “Taunerhaus: die Polemik wird fortgesetzt …”

  1. E. Walser says:

    Sehr guter Blogg in jeder Beziehung.

    Doch Politik besteht leider zur Hauptsache aus Polemik und “Haue” verteilen. Da ist oftmals jedes Mittel recht. Auch der Blogg schlägt in die gleiche Kerbe – sehr schade! Tatsache ist aber, dass die “Pros” Artikel und Kommentare veröffentlich, welche nicht recherchiert oder gar nachgeplappert sind. Grosse Präsenz hat nichts mit transparenter und guter Information sondern in der Politik leider eher mit “wer hat ein grösseres Budget zur Verfügung” (wie z.B. eigene Hompage!) zu tun.

    Ich bin in keiner Partei vertreten, aber sehr am politischen Geschehen interessiert. Im Augenblick argumentieren die Gegner weit kompetenter und haben absolute “Dossierkenntnisse” wie z.B. Herr Wenger, was leider den “Pros” abhanden gekommen ist. Warten wir den offiziellen Wahlkampf (ab 18. Mai 2009) ab. Ich bin sicher, dass dann beide Parteien nicht mit der nötigen Präsenz geizen werden!

    Freundliche Grüsse E. Walser

  2. Knubbelog says:

    Ja, es ist schon so, dass solche “Mittel” häufig eingesetzt werden. Sei dies um Aufmerksamkeit zu erzeugen oder möglicherweise die “Gegner” einzuschüchtern und Emotionen zu zeigen. Auch ich bin nicht davor gefeit – aber lernfähig.

    Je nach Informationsquellen die einem zur Verfügung stehen, lässt sich ein recherchierter Artikel, ein Kommentar oder auch nur eine Meinung verfassen. Ich schreibe vorwiegend Kommentare und Meinungen. Aber das wird sich in nächster Zeit sicherlich noch ändern……

    Auch ich bin gespannt, was die nächsten Wochen bringen von den “Pros” und “Kontras” so alles auftaucht.

    Übrigens: Das Budget – um die Homepage der “Pros” anzusprechen – spielt nur teilweise eine Rolle. Der Reinachblog.ch z.B. kostet mich nur die Domain und dessen Umleitung. Also rund ca. CHF 30.- pro Jahr – aber viel Freizeit.

  3. B. Jud says:

    Die Nase vorne haben mit Leserbriefen, welche doch teilweise ein völlig falsches Bild und Informationen vermitteln ist sehr einfach. Lieber weniger schreiben, dafür klar und transparent informieren aufgrund von sauberer Recherchearbeit. Alles andere ist Polemik erzeugen und die Gemüter aufheizen. Genau das machen die “Pros” und überzeugen bisher überhaupt nicht. Die “Kontras” hingegen haben bisher in den wenigen Voten überzeugt, da sie grundsätzlich nur aufgrund von bestehenden Beschlüssen und Dokumenten, welche überall nachgelesen werden können, ihre Sichtweise darlegen.

    Gegen die wenigen Voten der “Konras” haben die “Pros” bis jetzt nichts entgegen gehalten oder eben nicht können. Den “Pros” sind buchstäblich die Argumente ausgegangen. Kein Wunder, gegen stichhaltige Fakten kann niemand mehr was haben.

    Gegenteilige Meinung zu sein ist auch nicht verwerflich, aber mit teilweise völlig falschen und widerlegbaren Argumenten an die Öffentlichkeit zu treten finde ich beschämend.

  4. Knubbelog says:

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass beide Seiten das Gleiche voneinander behaupten …. oder täusche ich mich?

    Bis jetzt habe ich von den “Kontras” nur Gegenargumente, aber keine Beweise gesehen. Gerne können Sie mich mit den entsprechenden Dokumenten überzeugen, dass die “Kontras” im Recht sind. Die “Pros” haben zumindest im Ansatz mit der Homepage einen Schritt in die Öffentlichkeit gemacht. So etwas vermisse ich bei den Abbruch-Befürwortern bis jetzt.

    Ich sehe das Problem vielmehr darin, dass etliche Informationen nur für wenige Personen direkt zur Verfügung stehen. Für die breite Masse der Bevölkerung sind diese bisher nur äusserst schwierig zu beschaffen gewesen. Vielleicht ändert sich das mit dem Versand der Abstimmungsunterlagen.

    Ich persönlich bin nach wie vor unentschlossen, wem ich glauben soll. Ich bin aber gerne bereit mich dokumentieren und überzeugen zu lassen – von beiden Seiten!

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